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Trentin gewinnt den Massensprint auf der 4. Etappe und ist Nummer 100 im Giro-Tour-Vuelta-Club
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22.08.2017

Trentin gewinnt den Massensprint auf der 4. Etappe und ist Nummer 100 im Giro-Tour-Vuelta-Club

Info: VUELTA A ESPAÑA 2017 (2.UWT)
Autor: Felix Griep (Werfel)



Tarragona, 22.08.2017 – Zwei Tage nachdem er beim Erfolg seines Teamkollegen Yves Lampaert eine große Rolle gespielt hatte und selbst Zweiter geworden war, hat Matteo Trentin auch noch einen eigenen Sieg bei der Vuelta a España feiern können. Der Italiener gewann den Massensprint auf der 4. Etappe – und das, nachdem er bereits zwei Etappen bei der Tour de France (2013 und 2014) sowie eine beim Giro d’Italia (2016) gewonnen hatte. Wie Radsport-Historiker vermeldeten, ist der 28-Jährige damit der 100. Fahrer, dem Etappensiege bei allen drei Grand Tours gelangen. Chris Froome überstand seinen ersten Tag im Roten Trikot unbeschadet, was man von Daniel Moreno und Domenico Pozzovivo hingegen nicht behaupten kann.


Das Profil der 4. Vuelta-Etappe

Die Sprinterteams geben sich keine Blöße
Nachdem die erste Flachetappe der Vuelta a España ohne Ausreißer, mit viel Wind und einem wilden Finale so gar nicht der Norm entsprochen hatte, verlief das 4. Teilstück ganz so wie man es erwarten durfte. Von Andorra aus führte es über 198,2 Kilometer zum ersten Finish auf spanischem Boden nach Tarragona, wo es zum Massensprint kam. Die fünf Ausreißer des Tages – Diego Rubio und Nicholas Schultz von Caja Rural-Seguros RGA sowie Johan Le Bon (FDJ), Juan Osorio (Manzana Postobón) und der als Bester dieser Gruppe auf die Sekunde genau zehn Minuten hinter Vuelta-Leader Chris Froome (sky) liegende Stéphane Rossetto (Cofidis) – konnten bei großer Hitze von bis zu 38 Grad und meist leichtem Gegenwind nicht ausreichend Kräfte mobilisieren, um es mit den Sprinterteams aufzunehmen. Besonders Quick-Step Floors, Lotto Soudal und Aqua Blue Sport achteten darauf, dass der Rückstand des Feldes unter Kontrolle gehalten wurde, nachdem er gut hundert Kilometer vor dem Ziel sein Maximum von siebeneinhalb Minuten erreicht hatte.

Ein Sturz kurz vor der 3-Kilometer-Marke
Im recht langen, dafür aber im Schnitt nicht einmal drei Prozent steilen Anstieg auf den Alto de Belltall zerfiel die Ausreißergruppe, woraufhin sich an der einzigen Bergwertung der Etappe, 66 Kilometer vor dem Ziel, folgende Situation ergab: Grand Tour-Debütant Rubio und Rossetto, der seine dritte Vuelta bestreitet, lagen zu zweit an der Spitze, gefolgt vom bereits fast zwei Minuten zurückliegenden Osorio. Knappe fünf Minuten nach den Führenden und nur noch wenige Sekunden vor dem Peloton kamen Le Bon und Schultz dort an. Auch Osorio wurde bald darauf vom Feld eingeholt; Rubio und Rossetto hielten bis Kilometer acht vor dem Ziel dagegen. Auf dem Weg zum sicheren Massensprint ereignete sich dann noch ein für die Betroffenen besonders ärgerlicher Sturz – er geschah nämlich nur 300 Meter vor der Drei-Kilometer-Marke, so dass der Zeitverlust in die Gesamtwertung einfloss. Betroffen waren Daniel Moreno (Movistar) und Domenico Pozzovivo (AG2R La Mondiale), die nach guten Leistungen auf der gestrigen Bergetappe die Plätze 14 und 9 der Gesamtwertung belegt hatten. Beim Spanier belief sich der Schaden auf 1:38 Minute, beim Italiener sogar auf 3:25 Minuten.

Trentin sorgt für neuen Quick-Step-Rekord
Die Sprintankunft verlief dann bei schwieriger Streckenführung mit einem Kreisverkehr und drei weiteren Kurven auf dem letzten Kilometer zwar einigermaßen hektisch, aber ohne weitere Stürze. Yves Lampaert (Quick-Step Floors), der Sieger der 2. Etappe, führte das Feld bis eingangs der Zielgerade an und verschaffte seinem Teamkollegen Matteo Trentin damit eine hervorragende Ausgangsposition für den Endspurt. Der Italiener schnappte sich daraufhin das Hinterrad des früh antretenden Juan José Lobato (LottoNL-Jumbo) und zog am Ende noch stark und scheinbar locker am Spanier vorbei. Es war insgesamt der 11. Quick-Step-Etappensieg bei den Grand Tours des Jahres 2017 – Fernando Gaviria gewann vier Giro-, Marcel Kittel fünf Tour-Etappen –, womit der bisherige teaminterne Rekord von zehn GT-Etappensiegen aus dem Jahr 2013 gebrochen wurde. Zudem übernimmt Trentin die Spitze der Punktewertung und somit das Grüne Trikot. Hinter Trentin und Lobato folgten auf den Plätzen drei bis fünf die Belgier Tom Van Asbroeck (Cannondale Drapac), Edward Theuns (Trek-Segafredo) und Jens Debusschere (Lotto Soudal). Theuns‘ deutscher Teamkollege John Degenkolb spielte im Finale keine Rolle, kam erst mit über vier Minuten Rückstand an.

-> Zum Resultat

Die morgige 5. Etappe bringt die erste Bergankunft der Rundfahrt mit sich. Zwar ist der Schlussanstieg nach Alcossebre mit 3,4 Kilometern eher kurz, weist im Schnitt aber stolze 9,7% auf.

Video der Zielankunft






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