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Von Favoriten- und Überraschungssiegen: Van der Poel und Van de Steene gewinnen Superprestige Boom
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20.10.2018

Von Favoriten- und Überraschungssiegen: Van der Poel und Van de Steene gewinnen Superprestige Boom

Info: Radcross: Telenet Superprestige - De Schorre Boom 2018 | Ranglisten Superprestige 2018/19
Autor: Heike Oberfeuchtner (H.O.)



Boom, 20.10.2018 - Heute das Superprestige-Rennen in Boom und morgen der UCI Weltcup in Bern - diese etwas unglückliche Kalenderkonstellation hatte für Kritik gesorgt. Auch Weltmeister Wout van Aert zog daraus seine Konsequenzen und blieb der Domein De Schorre fern. Wer also hätte Mathieu van der Poel am nächsten Sieg hindern sollen? Bei den Frauen gab es hingegen mit Kim van de Steene eine waschechte Überraschungsgewinnerin.


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Van der Poel geht nicht gleich in die Vollen
Das C2-Event in Boom fand zum vierten Mal statt, aber erstmals ohne Patronat von Ex-Weltmeister Niels Albert, der in den letzten Jahren der Namensgeber des Rennens war. Man kann nicht sagen, dass Mathieu van der Poel (Corendon-Circus) von Anfang auf einen Solo-Ritt aus war. Vielmehr "versteckte" der europäische und niederländische Meister sich eine Zeit lang in einer größeren Gruppe, bevor er in der vierten von neun Runden dann doch das Tempo anzog. Wie selbstverständlich tat sich die Lücke auf und Quinten Hermans, Toon Aerts (beide Telenet Fidea Lions) sowie Gianni Vermeersch (Steylaerts-777) sahen von Van der Poel nur noch die Rückenansicht. Ursprünglich gehörte auch Laurens Sweeck (Pauwels Sauzen-Vastgoedservice) zu den Verfolgern, aber dem Vorjahreszweiten brach die Sattelstütze ab. Trotz dieses kuriosen Malheurs wurde er am Ende noch Fünfter. Mathieu van der Poel, der vor wenigen Tagen noch das Straßenrennen Putte-Kapellen bestritten hatte, baute seinen Vorsprung auf maximal 19 Sekunden aus - gemessen zwei Runden vor Schluss. Dann ging er im Hinblick auf den Weltcup morgen in den Energiesparmodus und rollte gewissermaßen aus.

Aerts Gesamtzweiter mit 3 Punkten Rückstand
Auch mehrere Attacken von Toon Aerts, dem aktuellen Weltcup-Führenden, trugen dazu bei, dass der Abstand zum Spitzenreiter bis auf wenige Sekunden zurückging. Aerts schaffte es, Vermeersch - der in der Sandgrube noch einen spektakulären Sturz hinlegte - in die Knie zu zwingen und Zweiter zu werden. Hermans hatte den Teamkollegen ziehen lassen müssen und gab sich mit Platz vier zufrieden. Durch seinen zweiten Superprestige-Sieg in Folge liegt Van der Poel, dessen Knöchelverletzung anscheinend praktisch ausgeheilt ist, mit 30 Punkten in Führung. Van Aert, 2016 und 2017 Sieger in Boom, hat sich durch seine Abwesenheit aus dem Kampf um den Gesamtsieg jetzt schon verabschiedet. Neuer Gesamtzweiter ist Toon Aerts mit 27 Punkten. Derweil hat der Brite Thomas Pidcock (TP Racing) die Führung im U23-Klassement übernommen. Der frühere Juniorenweltmeister wurde heute Sechzehnter.

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Cant und Arzuffi beißen sich die Zähne aus
Während der Sieger des Männerrennens von 99,9 % der Radcross-Fans korrekt vorhersagt worden wäre, konnte mit einem Sieg von Kim van de Steene bei den Damen wirklich niemand rechnen. Die 32-jährige Belgierin mit der hohen Startnummer 40 kam wunderbar aus den Blöcken und lag nach drei von sechs Runden bereits leicht in Führung. Auch wenn es so aussah, als werde Weltmeisterin Sanne Cant (Corendon-Circus) die Lücke in den nächsten Minuten schließen, blickte Van de Steene sich nie um und wurde für ihre Beharrlichkeit belohnt. Cant verlor an Momentum und lag bei der nächsten Zielpassage schon 11 Sekunden zurück. Dann wurde die Vorjahreszweite sogar von Alice Maria Arzuffi (Steylaerts-777) eingeholt und überholt. Aber auch die Italienerin konnte von dem Vorsprung der Spitzenreiterin nichts abknabbern, im Gegenteil.

Worst bleibt Superprestige-Führende
Im Trikot des Teams Tarteletto-Isorex von Danny de Bie feierte Van de Steene ihren bis dato größten Erfolg. Allerdings war sie 2017 schon Dritte in Gavere und Zweite in Mol gewesen. Arzuffi kam mit 27 Sekunden Rückstand ins Ziel, Cant als Dritte mit 49. Gieten-Siegerin Annemarie Worst (Steylaerts) wurde Vierte und behauptete so die Superprestige-Gesamtführung. Allerdings ist sie punktgleich mit ihrer Teamkollegin Arzuffi. Marianne Vos tat es übrigens Wout van Aert gleich und verzichtete auf einen Start, um in Bern das Trikot der Weltcup-Führenden besser verteidigen zu können. Punktgleichheit herrscht auch an der Spitze des Frauen U23-Klassements: Fleur Nagengast (Telenet), heute Dreizehnte, und Ceylin del Carmen Alvarado (Corendon-Circus), heute starke Fünfte, haben beide 14 Zähler.

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