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Weltcup-Premiere in Bern: Van der Poel schlägt Pechvogel Van Aert und Vos bezwingt Landsfrau Worst
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21.10.2018

Weltcup-Premiere in Bern: Van der Poel schlägt Pechvogel Van Aert und Vos bezwingt Landsfrau Worst

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Info: Radcross: WELTCUP BERN 2018 | Ranglisten Radcross-Weltcup 2018/19
Autor: Felix Griep (Werfel)



Bern, 21.10.2018 – An einem frischen, aber freundlichen Herbsttag ging im zur Radquer-Arena umfunktionierten Berner Freibad Weyermannshaus der erste Radcross-Weltcup auf Schweizer Boden seit acht Jahren und das erste Event dieser Güteklasse überhaupt in der Bundesstadt über die Bühne. Als Sieger beeindruckten vor einer beachtlichen Kulisse von 12.000 Zuschauern Mathieu Van der Poel und Marianne Vos, die mit Wout Van Aert respektive Annemarie Worst aber auch harte Gegner hatten, die ihnen alles abverlangten.


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Ein technisches Problem stoppt Van Aert
Wout Van Aert hatte am Donnerstag das Kermiscross und Mathieu van der Poel am gestrigen Samstag das Superprestige Boom gewonnen, doch beim Weltcup in Bern kam es zum einzigen Aufeinandertreffen von Welt- und Europameister in dieser Woche. Van Aert ging sofort nach dem Startschuss in die Offensive und setzte sich gemeinsam mit Daan Soete schnell leicht ab. Van der Poel konnte aber noch während der Eröffnungsrunde den Kontakt zu ihnen herstellen. Zur vorentscheidenden Szene des Rennens kam es dann bereits in der dritten von elf Runden, als Van Aert durch ein technisches Problem mit seiner Schaltung kurz aus dem Tritt kam und sich fünf Sekunden Rückstand einhandelte. Van der Poel nutzte die Gelegenheit eiskalt aus und ließ seinen Hauptkonkurrenten nicht wieder herankommen. Während Soete dann rasch in eine große Verfolgergruppe durchgereicht wurde, hielt Van Aert den Führenden noch bis zum Schluss auf Trab, musste sich letztlich jedoch um acht Sekunden geschlagen geben.

Aerts verteidigt als Dritter seine Führung
In der drittletzten Runde setzte sich Toon Aerts aus der Verfolgergruppe ab und sicherte sich damit Platz drei in diesem Rennen, das er 58 Sekunden nach Van der Poel beendete. Auf den nächsten Plätzen folgten Michael Vanthourenhout, Quinten Hermans und der so stark gestartete Soete, der mit 1:13 Minute Rückstand Sechster wurde. Für Aerts war dieser dritte Platz sehr wichtig, denn durch ihn behauptete der im September bei den US-Weltcups in Waterloo und Iowa City siegreiche Belgier seine Führung im Gesamtklassement. Hinter Aerts (225 Punkte) folgen auf den nächsten Positionen Van Aert (210), der in den USA jeweils Zweiter geworden war, und der heutige Fünfte Hermans (175). Van der Poel steht nur bei 80 Punkten, weil er die Rennen in Übersee ausgelassen hatte.

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Worst bietet ihrer Landsfrau Vos Paroli
Bei den Frauen hatte eine nennenswerte Selektion bis in die zweite von sechs Runden auf sich warten lassen. Nachdem bis dahin die Italienerin Eva Lechner das Feld angeführt hatte, übernahm nun Marianne Vos das Kommando und zog mit einer Tempoverschärfung alleine davon. Bei der nächsten Zielpassage wies sie dann bereits zwölf Sekunden Vorsprung gegenüber ihren ersten vier Verfolgerinnen auf. Diese Gruppe teilte sich in der folgenden Runde, als die Belgierinnen Sanne Cant und Ellen Van Loy zurückfielen. Dagegen gelang es der Niederländer Annemarie Worst, sich Sekunde um Sekunde an Vos heranzukämpfen und in Runde vier schließlich zu ihrer Landsfrau aufzuschließen. Hinter den beiden machte die US-Amerikanerin Katie Compton als Soloverfolgerin Druck. Mit einem gezielten Angriff im hügeligen Streckenabschnitt zu Beginn der Schlussrunde konnte Vos sich jedoch wieder von Worst absetzen und mit neun Sekunden Vorsprung den Sieg feiern.

Vos baut ihren Vorsprung deutlich aus
Vos war damit auch eine Revanche für das Superprestige Gieten gelungen, wo sie vor genau einer Woche noch von Worst auf Platz zwei verwiesen worden war. Compton komplettierte bei einem Rückstand von 22 Sekunden das heutige Podium; Cant (+0:34) und Van Loy (+0:51) wurden Vierte und Siebte. Die beste Schweizerin Nicole Koller war als 22. nach den Niederländerinnen Ceylin Del Carmen Alvarado (5.) und Manon Bakker (16.) die drittbeste U23-Fahrerin und durfte daher ebenfalls an der Siegerehrung teilnehmen. Im Gesamt-Weltcup bleibt Vos, die in den USA einen Sieg und einen dritten Platz erreicht hatte, die klare Führende. Mit 225 Punkten liegt sie weit vor Cant (157) und der heute auf Platz zehn angekommenen US-Amerikanerin Kaitlin Keough (154) und hat Stand jetzt sehr gute Aussichten auf den ersten Weltcup-Gesamtsieg ihrer Karriere.

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Schweizer Top10-Platzierungen in den Nachwuchsklassen
Während beim Saisonstart in den USA nur Elite-Rennen ausgetragen worden waren, kam beim ersten Weltcup in Europa auch der Nachwuchs zum Einsatz. Im U23-Rennen setzte sich der Belgier Eli Iserbyt früh alleine ab und fuhr einen ungefährdeten Sieg heraus. Die Franzosen Eddy Finé (+0:27) und Antoine Benoist (+0:32) wurden Zweiter und Dritter hinter dem souveränen Weltmeister. Deutlich knapper ging das Rennen der Junioren aus, auch wenn der Sieger Witse Meeusen schon kurz nach Halbzeit die alleinige Führung übernommen hatte. Am Ende kam der Belgier aber nur fünf Sekunden vor dem Niederländer Luke Verburg an und weitere Fahrer folgten dicht dahinter; Dritter wurde der Tscheche Tomas Jezek. Für die Schweiz verbuchten Kevin Kuhn als Sechster bei der U23 und Lars Sommer als Neunter bei den Junioren gute Ergebnisse.

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Das Podium der Männer: Weltmeister Wout Van Aert, Europameister Mathieu van der Poel und Weltcup-Leader Toon Aerts
Das Podium der Männer: Weltmeister Wout Van Aert, Europameister Mathieu van der Poel und Weltcup-Leader Toon Aerts

Mathieu van der Poel gewinnt den Weltcup im Bern vor dem im Hintergrund sichtbaren Wout Van Aert
Mathieu van der Poel gewinnt den Weltcup im Bern vor dem im Hintergrund sichtbaren Wout Van Aert

Das Podium der Frauen: Annemarie Worst, Siegerin Marianne Vos und Katherine Compton
Das Podium der Frauen: Annemarie Worst, Siegerin Marianne Vos und Katherine Compton

Marianne Vos bejubelt ihren Sieg beim Weltcup in Bern
Marianne Vos bejubelt ihren Sieg beim Weltcup in Bern


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