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Cavendish gewinnt ersten Sprint bei Tirreno-Adriatico
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08.03.2012

Cavendish gewinnt ersten Sprint bei Tirreno-Adriatico

Info: TIRRENO - ADRIATICO
Autor: Felix Griep (Werfel)



Indicatore, 08.03.2012 – Tirreno-Adriatico hat für jeden etwas zu bieten: Kletterer, Zeitfahrer, Klassikerspezialisten und Sprinter können während der Woche zwischen Tyrrhenischem Meer und Adria auf ihre Kosten kommen. Nach dem Mannschaftszeitfahren wurden zwei flache Abschnitte eingeplant, die den endschnellsten Fahrern eine Bühne bieten. Mark Cavendish (Sky ProCycling) nutzte die 2. Etappe, um zu demonstrieren, warum er der amtierende Weltmeister ist, holte sich Saisonsieg Nummer vier.

Lange Flucht von Caccia und Pirazzi
Kaum war der Start zur 2. Etappe von Tirreno-Adriatico freigegeben, da machte sich Diego Caccia (Farnese Vini) aus dem Staub, hatte sich fest vorgenommen, die 230 Kilometer von San Vincenzo nach Indicatore als Ausreißer zu bestreiten. Dass Stefano Pirazzi (Colnago-CSF Inox) sich ihm noch anschloss war zwar einerseits schön, da er so auf der langen Flucht nicht auf sich allein gestellt war und einen Mitstreiter hatte. Dieser nahm Caccia allerdings auch die Chance auf das Bergtrikot, denn Pirazzi war an den beiden Bergwertungen, die in der ersten Rennhälfte überquert wurden, der Stärkere. Für die beiden Zwischensprints, die er gewann, bekam Caccia kein Sondertrikot, denn diese flossen nur in die Punktewertung ein. GreenEdge, Sieger des Mannschaftszeitfahrens, übernahm den Löwenanteil der Tagesarbeit im Feld und setzte der Flucht des Duos, das es zu seinen besten Zeiten auf knapp acht Minuten Vorsprung brachte, nach 200 Kilometern ein Ende.

Angriffe und ein Sturz im Finale
Auf einer großen Runde um Indicatore, die zweimal gefahren wurde, raste das Feld über einige Wellen, die auf den letzten zehn Kilometern für Spannung sorgten. An einer Steigung versuchte sich erst Yaroslav Popovych (RadioShack-Nissan) als Unruhestifter, dann führten kurze Zeit Enrico Gasparotto (Astana) und Fabio Taborre (Acqua & Sapone) das Rennen mit geringem Vorsprung an. An der letzten Erhebung vier Kilometer vor dem Ziel verschärfte abermals Popovych das Tempo, danach folgte ein kurzes Intermezzo von Paolo Tiralongo (Astana) und Greg Van Avermaet (BMC Racing Team) an der Spitze. Als diese letzten beiden Angreifer etwa eineinhalb Kilometer vor dem Ziel vom Feld geschluckt wurden und sich nicht seitlich daran zurückfallen ließen, sondern mit ihrer niedrigeren Geschwindigkeit in der Mitte des Pulks verschwanden, kam es zu einem Sturz, der einen Großteil des Pelotons im Fahrerstau zum Anhalten zwang. Von den Gestürzten am schwersten betroffen waren Jens Debusschere und Gert Dockx (beide Lotto Belisol) und Michael Mattews (Rabobank), der zu Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht wurde.

Cavendish mit sicherem Sprinterfolg
Am Sprint nahmen so nur noch circa 40 Fahrer teil. Robert Hunter (Garmin-Barracuda), der vor vier Tagen noch in seiner Heimat Südafrika weilte und dort erstmals Landesmeister im Straßenrennen wurde, lancierte den Endspurt für Tyler Farrar, der machtlos war gegen den aus seinem Windschatten losstürmenden Mark Cavendish (Sky ProCycling). Auch Oscar Freire (Katusha) schob sich noch vorbei am US-Amerikaner und kam sogar Cavendish nahe, ohne den vierten Saisonsieg des Weltmeisters aber ernsthaft gefährden zu können. Zuvor hatte Cavendish schon auf zwei Etappen der Katar-Rundfahrt und bei Kuurne-Brüssel-Kuurne gute Form zum Saisonstart nachgewiesen. Matthew Goss (GreenEdge) hätte sich sicher auch gerne mit Cavendish gemessen, wurde aber wie so viele andere von besagtem Sturz aus dem Tritt gebracht. Die Führung muss der Australier dennoch nicht abgeben, auch mit Zeitbonifikation liegt Cavendish noch 13 Sekunden hinter ihm, GreenEdges überragendem Zeitfahren sei Dank.

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Die 3. Etappe ist mit 178 Kilometern deutlich kürzer als das heutige Teilstück. Das Profil lässt nichts anderes als einen weiteren Massensprint erwarten.





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