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Uran gewinnt Etappe 4 in Katalonien, Albasini übersteht den Coll de Paumeres
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22.03.2012

Uran gewinnt Etappe 4 in Katalonien, Albasini übersteht den Coll de Paumeres

Info: VOLTA CICLISTA A CATALUNYA
Autor: Felix Griep (Werfel)



Ascó, 22.03.2012 – Nach einem Tag im Winter wurden die Fahrer heute auf der 4. Etappe der Katalonien-Rundfahrt von frühlingshaftem Wetter begrüßt und es konnte wieder ein normales Radrennen gefahren werden. Nach zweifacher Überquerung des Coll de Paumeres erreichten nur 25 Fahrer zeitgleich das Ziel, darunter auch Michael Albasini (GreenEdge), der aufopferungsvoll um seine Führung kämpfte. Den Tagessieg holte Rigoberto Uran (Sky) im Sprint aus einer kleinen Ausreißergruppe, die auf der Zielgeraden gerade wieder mit dem Rest der Favoriten verschmolz.

Nachwirkungen der gestrigen Etappe
Das Wetter war in tieferen Regionen Kataloniens heute deutlich besser als bei der gestrigen Tortur. Beim Start in Tremp schauerte es zwar noch leicht, aber der Großteil der 199 Kilometer nach Ascó wurde bei gut 15 Grad absolviert und hatte die Sonne als Zuschauer. Die Teams Katusha, Omega Pharma-Quick Step, Ag2r La Mondiale, FDJ-BigMat und Saxo Bank hatten trotzdem noch einmal mit widrigen Bedingungen zu kämpfen: Diese Mannschaften hatten ihr Lager nämlich in Port-Ainé aufgeschlagen, wo die gestrige Königsetappe hätte enden sollen. Dort gab es über Nacht einigen Neuschnee, was die Fahrt hinunter zum deutlich niedriger gelegenen Startort erschwerte und zu einer Verzögerung des Rennbeginns führte. Als sich die noch 132 Fahrer – 33 waren während der gestrigen Etappe ausgestiegen, weitere vier starteten nicht mehr – dann auf den Weg begaben, ließen sie den Winter aber ein für allemal hinter sich.

Kategorie-2-Berg im Finale gleich zweimal befahren
Kaum unterwegs, setzten sich sofort Romain Zingle (Cofidis), Jesus Rosendo (Andalucia) und Julian Sanchez (Caja Rural) ab. Zu dritt fuhren sie lange Zeit mit schwankendem Vorsprung von vier bis fünf Minuten dem Feld voraus, in dem GreenEdge für Leader Michael Albasini arbeitete. Als man dann erstmals den Zielort Ascó erreichte, waren es schon weniger als zwei Minuten. Es ging nun auf zwei knapp 30 Kilometer lange Runden, die jeweils mit dem 8,6 Kilometern langen und 5,6 Prozent steilen Coll de Paumeres begannen, der das Feld schon bei der ersten Überfahrt sehr stark ausdünnte. Rosendo und Sanchez schafften es gerade noch über die Bergwertung, bis sie eingeholt wurden, Zingle war direkt zu Beginn der Steigung mit seinen Kräften am Ende. Einige der besten Bergfahrer hatten schon einmal leicht angetestet, aber erst in der Abfahrt gab es neue Ausreißer. Rigoberto Uran (Sky ProCycling) zeigte Downhill-Qualitäten und fuhr davon, wurde etwas später von Sandy Casar (FDJ-BigMat) und Tomasz Marczynski (Vacansoleil-DCM) erreicht. Der Kolumbianer merkte, dass sein Angriff zu früh gekommen war und ließ sich wieder zurückfallen, während die anderen beiden mit rund einer halbe Minute Vorsprung das Ziel passierten. Danach ging es gleich wieder bergauf und der polnische Meister Marczynski hängte Casar ab, aber auch er selbst war, als er oben ankam, längst nicht mehr an vorderster Front. Denn jetzt hatte der Kampf um den Etappensieg begonnen.

Angriff in der Abfahrt führt zu Sieg von Uran
Yury Trofimov (Katusha), Dario Cataldo (Omega Pharma-Quick Step) und Nairo Quintana (Movistar) waren die ersten, die bei der zweiten Fahrt auf den Coll de Paumeres ihr Glück versuchten, die Favoriten ließen aber noch keine neue Flucht zu. Bis zum Gipfel blieben trotz immer neuer Tempoverschärfungen circa 30 Fahrer mehr oder weniger zusammen – und auch Albasini blieb dran. Man konnte dem Schweizer anmerken, dass er am Berg nicht zur absoluten Elite gehört und wohl gestern Probleme gehabt hätte, seine Führung zu verteidigen, wäre die Etappe wie geplant durchführbar gewesen. Albasini ließ sich nicht abschütteln und verrichtete dann bergab sogar einige Nachführarbeit, als kurz nach der letzten Bergwertung eine kleine Gruppe angegriffen hatte. Es waren Samuel Sanchez (Euskaltel), Denis Menchov (Katusha), Levi Leipheimer (Omega Pharma-Quick Step), Sylvester Szmyd (Liquigas), wiederum Uran und David Moncoutié (Cofidis), der mit etwas Verzögerung zur Spitze stieß. Der Abstand zur folgenden Gruppe, die letztendlich noch 19 Fahrer zählte, betrug immer nur wenige Sekunden und wurde erst auf der Zielgeraden so klein, dass sie alle zeitgleich gewertet wurden. Mit Uran, Menchov, Szmyd und Moncoutié belegten vier der Angreifer die ersten Plätze im Ziel, der von hinten gekommene Jurgen Van Den Broeck (Lotto Belisol) schaffte es nur noch auf Platz fünf. Für den 25-jährigen Uran endete ein langes Warten auf einen Sieg, seinen letzten gab es auf einer Etappe der Tour de Suisse 2007. Albasini behält nach einem schweren Tag seinen Vorsprung von 1:32 Minute auf jetzt nur noch 16 Verfolger, unter denen sein Landsmann Steve Morabito (BMC Racing Team) die niedrigste Summe an Etappenplatzierungen vorweisen kann und damit Rang zwei belegt.

-> Zum Resultat

Die 5. Etappe beginnt gleich mit einer rund 40 Kilometer langen Steigung, in deren Verlauf auch eine Bergwertung der 2. Kategorie ausgeschrieben ist. Danach folgen einige nicht kategorisierte Anstiege, bis es rund 23 Kilometer vor dem Ziel über den Alt de Montserrat (7,6 km à 5,5%) geht, der in die 1. Kategorie eingeordnet wird.





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