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Mathieu van der Poel verteidigt EM-Titel in gewohnt souveräner Manier
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04.11.2018

Mathieu van der Poel verteidigt EM-Titel in gewohnt souveräner Manier

Info: Radcross-Europameisterschaft 2018 in ’s-Hertogenbosch
Autor: Heike Oberfeuchtner (H.O.)



’s-Hertogenbosch, 04.11.2018 - Wenn die Generalprobe schiefgeht, klappt die Premiere umso besser. Diese alte Theaterweisheit trifft manchmal auch auf Sportler zu. Etwa auf Mathieu van der Poel, der vor wenigen Tagen beim Koppenbergcross noch eine sehr schwache Leistung ablieferte und heute bei der Radcross-Europameisterschaft in Rosmalen nahe ’s-Hertogenbosch zu seiner gewohnten Stärke zurückfand. Van der Poel (23) bescherte den Gastgebern im fünften Wettkampf die vierte Goldmedaille.


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Der Parcours in ’s-Hertogenbosch war den Teilnehmern vom jährlich stattfindenden Großen Preis von Brabant bekannt, man hatte ihn aber mit ein paar hübschen Zusatzfeatures ausgestattet. Beim Startschuss vor dem Autotron-Museum ging der belgische Weltmeister Wout van Aert erst einmal ab wie eine Rakete. Hinter ihm bildete sich eine Verfolgergruppe mit Landsmann Toon Aerts und den beiden Niederländern Lars van der Haar sowie Mathieu van der Poel. Allein dem zuletzt Genannten gelang es auf der zweiten von 9 Runden zu Van Aert aufzuschließen. Aerts und Van der Haar, zwei frühere Europameister, fuhren weiter hinterher.

Angriff in der zweiten Runde
Kurz vor Ende der zweiten Runde setzte Titelverteidiger Van der Poel ein entschlossenes Gesicht auf und blies zum Angriff. Van Aert konnte wieder einmal nicht angemessen reagieren und verzeichnete bei der übernächsten Zielpassage schon 10 Sekunden Rückstand. In der Gruppe Van der Haar befanden sich nun noch zwei weitere Belgier, nämlich Michael Vanthourenhout und Laurens Sweeck. Sie hatten nach drei Runden 23 Sekunden Rückstand auf Van der Poel. Später konnte sich Vizeweltmeister Vanthourenhout leicht absetzen, er wurde auf der sechsten Runde aber von Sweeck eingeholt. Diese beiden sollten um Bronze kämpfen.

Kein Deutschsprachiger unter den Top20
Was Van der Poel angeht, so hatte er in den berühmt-berüchtigten "Fliegender-Holländer-Modus" geschaltet und seinen Vorsprung gegenüber Wout van Aert auf 25 Sekunden ausgebaut. Auf den letzten beiden Runden verwaltete er den Status quo und am Ende fuhr er bei tosendem Applaus seiner Landsleute, dröhnender Stimmungsmusik und dezentem Konfettiregen lässig über die Ziellinie. Somit gab es aus Rosmalen doch noch eine erfolgreiche Titelverteidigung zu vermelden. Silber ging wie 2015 an Van Aert (+0:14). Sweeck hatte Vanthourenhout abgehängt und sicherte sich Bronze (+0:18). Es folgten Aerts, Van der Haar, Joris Nieuwenhuis (Niederlande) und die drei Belgier Quinten Hermans, Gianni Vermeersch und Daan Soete. Die Eidgenossen Marcel Wildhaber und Timon Rüegg belegten die Plätze 20 und 21. Der deutsche Meister Marcel Meisen konnte das Rennen nicht zu Ende fahren.

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Vier Mal Gold für die Niederlande
Im EM-Medaillenspiegel stehen die Gastgeber natürlich hervorragend da. Vier Goldmedaillen gingen in die Niederlande, außerdem holte man zweimal Silber und zweimal Bronze. Den einzigen verbliebenen Sieg feierte Großbritannien (Männer U23). Belgien liegt mit dreimal Silber und zweimal Bronze auf Platz 3. Bleibt noch eine bronzene Medaille für Frankreich. Im nächsten Jahr wird es übrigens ein eigenes Rennen für unter 19-jährige Frauen geben, die Anzahl der Wettkämpfe erhöht sich also auf sechs. Dennoch war zu vernehmen, dass wieder alle an einem einzigen Tag ausgetragen werden sollen.

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