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Adventskalender am 14. Dezember: Rückblick auf die Radcross-Saison in den USA
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14.12.2018

Adventskalender am 14. Dezember: Rückblick auf die Radcross-Saison in den USA

Info: Rennkalender Radcross-Saison 2018/19
Autor: Heike Oberfeuchtner (H.O.)



  14.12.  
Die US-amerikanische Radcross-Saison begann 2018 aufgrund der Rückverlegung der nationalen Meisterschaften in den Dezember zwei Wochen eher als die europäische und sie endet auch deutlich früher. Tatsächlich wurden das letzte C1-Event von insgesamt 7 C1-Rennen und das letzte C2-Event von insgesamt 34 C2-Rennen bereits am vergangenen Wochenende ausgetragen (wobei der zweite North Carolina GP wegen einer geschlossenen Schneedecke abgesagt wurde). Leider konnte LiVE-Radsport das Geschehen in der lebhaften Radcross-Szene Nordamerikas in diesem Winter nicht detailliert abbilden. Als kleine Wiedergutmachung fasst dieser Adventskalender-Beitrag die Saison zusammen und wirft einen Blick voraus auf die US-Meisterschaften am kommenden Wochenende.


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Bis Weihnachten präsentieren wir euch täglich einen besonderen Beitrag, um in der an Radrennen ärmeren Adventszeit keine Langeweile aufkommen zu lassen.


Männer Elite

Stephen Hyde – sportliche und private Tiefschläge
Beginnen wir mit dem amtierenden US-Meister: Stephen Hyde hat keine allzu glückliche Saison hinter sich gebracht. Zwar begann sie mit zwei Siegen in Rochester durchaus vielversprechend. Aber der 31-Jährige brach sich danach im September in Waterloo, beim ersten von zwei Weltcups auf amerikanischem Boden, das Brustbein und fiel für gut einen Monat aus. In dieser Zeit verlor er auch noch seinen Bruder durch einen Autounfall, was ihn mental sehr belastete. Er kämpfte sich rechtzeitig zur Panamerika-Meisterschaft zurück, verletzte sich dort aber erneut nicht unerheblich und verlor seinen Titel an Curtis White. Gerade zum Ende der Saison erscheint Hyde aber wieder „back on track“, konnte beim NBX GP of Cross in Rhode Island beide Rennen gewinnen.

Kerry Werner – 8 Saisonsiege sprechen für sich
Der nach Siegen erfolgreichste US-Crosser dieses Winters ist Kerry Werner. Der 27-Jährige entschied drei Rennen im September für sich (2x Roanoke + Nittany Lion Cross) sowie vier Rennen im Oktober (Charm City Cross Nr. 1, 2x DCCX Washington, Cincinnati Cyclocross Nr. 2). Dann folgte eine kleine Schwächephase, aber zuletzt konnte Werner beim ersten North Carolina Grand Prix Hendersonville wieder jubeln.

Curtis White – der Meister des Kontinents
Kaum weniger erfolgreich als Werner in der laufenden Saison war Curtis White. Der gerade mal 23-Jährige wurde nicht nur wie erwähnt panamerikanischer Meister, er holte auch wie schon 2017 den Gesamtsieg in der Northeast Cyclocross Series, der wichtigsten amerikanischen Radcross-Serie. Er gewann 6 von 8 NECXS-Rennen. Auf immerhin vier Saisonsiege bringt es Anthony Clark (31), allerdings feierte er nur einen davon auf heimischem Boden (Charm City Cross Nr. 1) und die anderen alle in Japan.

Wer gewinnt die US-Meisterschaft?
White, Werner oder der rechtzeitig wiedererstarkte Hyde – einer von den dreien wird wohl das Rennen machen. Allerdings könnte ein 20-jähriger Knabe namens Gage Hecht als Joker fungieren. Der amtierende U23-Panamerika-Meister startet nicht in seiner Altersklasse, sondern bei der Elite. Dass er mit den „Großen“ mithalten kann, bewies er in dieser Saison mit nicht weniger als sieben Siegen, nämlich beim US Open of Cyclocross Nr. 1, Cincinnati Cyclocross Nr. 1, Cyclocross Festival Midland (Kanada) sowie zweimal beim Resolution Cross Cup und letztes Wochenende zweimal beim Ruts n Guts Broken Arrow.


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Frauen Elite

Katie Compton – eine Saison zum Vergessen
Die Saison der 14-fachen und amtierenden US-Meisterin Katherine „Katie“ Compton verlief alles andere als nach Wunsch. Die mittlerweile 40-Jährige, die auch in Europa jeder kennt (Vizeweltmeisterin 2007, 2011, 2013 und 2018), litt im Herbst wie schon so oft unter Asthma-Attacken und fing sich dann einen Magen-Darm-Virus ein, den sie nicht mehr richtig loswurde. Deswegen konnte sie in dieser Saison keinen einzigen Sieg feiern. Auf die Panamerika-Meisterschaft, die sie viermal gewonnen hatte, musste sie verzichten. Platz drei beim Weltcup in Bern war das beste Resultat.

Ellen Noble – viel Licht, wenig Schatten
Anstelle der Serien-Landesmeisterin war es diesmal Vizemeisterin Ellen Noble, die die US-Szene aufmischte. Die 23-Jährige, die lustigerweise am selben Tag wie Compton Geburtstag hat (3. Dezember), aber 17 Jahre jünger ist, gewann zweimal in Baltimore, zweimal in Gloucester, zweimal in Cincinnati sowie beim kanadischen Cyclocross Festival Midlandund beim Northampton International Nr. 1. Bei der Panamerika-Meisterschaft musste sie sich allerdings der Kandadierin Maghalie Rochette geschlagen geben. In den letzten Wochen bestritt sie Rennen in Europa.

Samantha Runnels – erfolgreich, aber selten zu Hause
Nicht nur nach der Anzahl, auch nach der Wertigkeit der Siege liegt Samantha Runnels (27) mit Noble gleichauf. Die meisten davon feierte sie allerdings im Ausland (2x Australien, 3x Japan) und nur drei in der Heimat (2x West Sacramento Cyclocross Grand Prix + Ruts n Guts Broken Arrow Nr. 2)

Kaitlin Keough – ein besonderer Sieg in Iowa
Was Ellen Noble in Waterloo knapp verpasste, das realisierte die 26-jährige Kaitlin Keough (geb. Antonneau) in Iowa, nämlich einen US-amerikanischen Weltcup-Sieg. Das ist immer noch eine Besonderheit ist, zumal wenn die Siegerin nicht Compton heißt. Des Weiteren konnte Keough beide NECXS-Rennen in Warwick für sich entscheiden. Crystal Anthony (38) bringt es ebenfalls auf drei Saisonsiege, aber nicht ganz so herausragender Art ( Cross Roanoke Nr. 2 + 2x Festival of Cyclocross Falmouth).

Wer gewinnt die US-Meisterschaft?
Katie Compton hat es neulich im Interview mit Velonews selbst eingeräumt: Ihren 15. US-Titel in Folge einzufahren, wird schwer. Aber natürlich nicht unmöglich für die Kämpfernatur, die ihre Fans immer wieder überrascht hat. Ellen Noble und Kaitlin Keough heißen die härtesten Konkurrentinnen – eine andere Titelgewinnerin außer diesen dreien ist eigentlich nicht denkbar. Runnels, Anthony oder Rebecca Fahringer, die Gesamtsiegerin der North East Cyclocross Series, haben allenfalls Außenseiterchancen.

Ein Blick auf den Nachwuchs

Viele Kandidaten im U23-Bereich
In Abwesenheit von Gage Hecht dürfte wohl Vize-Panamerikameister Eric Brunner die größten Chancen auf die U23-Meisterschaft haben. Aber auch Cooper Willsey, Spencer Petrov, Lance Haidet, Brannan Fix und Benjamin Gomez Villafane darf man nicht außer Acht lassen.
Was die Junioren angeht, so ist Magnus Sheffield der in der LiVE-Radsport-Statistik am besten gerankte US-Fahrer. Der erst 16-Jährige hat im kanadischen Sherbrooke sowie in Cincinnati gewonnen und wurde Panamerika-Meister seiner Altersklasse. Für den nationalen Titel kommt außerdem der drei Monate ältere Andrew Strohmeyer in Frage, der Gewinner des Cincinnati Cyclocross Nr. 1 und Doppelsieger von Indianapolis. Vielleicht haben auch Nick Carter oder Jared Scott eine Chance.
Bei den Frauen U23 wird alles auf Clara Honsinger (21) schauen, die Panamerika-Meisterin und Doppelsiegerin der US Open of Cyclocross Boulder. Allenfalls könnte noch Hannah Arensman etwas ausrichten. Katie Clouse, die im Dezember zwei Rennen gewinnen konnte, steht nicht auf der Startliste.






Rückblick auf die Radcross-Saison in den USA
Rückblick auf die Radcross-Saison in den USA

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