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Mathieu van der Poel dominiert Weihnachts-Weltcup Heusden-Zolder
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26.12.2017

Mathieu van der Poel dominiert Weihnachts-Weltcup Heusden-Zolder

Info: Ranglisten Radcross-Weltcup 2017/18
Autor: Heike Oberfeuchtner (H.O.)



Heusden-Zolder, 26.12.2017 - Nach einem zweiten Platz in Zeven und einem dritten Platz in Namur hat Mathieu van der Poel (Beobank-Corendon) zurückgeschlagen und sich in Heusden-Zolder den fünften Weltcup-Saisonsieg gesichert. Der europäische und niederländische Meister konnte sich nach wenigen Runden als Solist absetzen. Platz zwei ging überraschend an Laurens Sweeck (Era-Circus), welcher Weltmeister Wout van Aert (Crelan-Charles) im Sprint bezwang (+0:33).


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Weihnachts-Weltcup statt Weihnachtsbraten
Radcross-Profis haben schon ganz schön schwer. Während Ottonormalmensch sich an Weihnachten mit Christstollen und Plätzchen vollstopft, müssen sie sich in Enthaltsamkeit üben, um topfit beim traditionellen Weltcuprennen am 26. Dezember zu erscheinen. Und dann ist dieser auch nur der erste von fünf Wettkämpfen in sieben Tagen. Topfit zeigte sich in Heusden-Zolder jedenfalls Mathieu van der Poel, weder von Weihnachtsträgheit noch von der gerade überstandenen Krankheit - welche ihm in Namur wohl schon in den Knochen saß - war eine Spur zu bemerken. Auf den ersten drei Runden sah es zwar nach einem schönen Zweikampf zwischen Van der Poel und Weltmeister Wout van Aert aus, aber auf der vierten Runde begann der Weltcup-Führende sich auf einmal von seinem Dauerkonkurrenten zu distanzieren. Im Nu wuchs sein Vorsprung, während Van Aert die Spitzenform, die er in Namur und kürzlich beim Waaslandcross an den Tag gelegt hatte, immer mehr vermissen ließ.

Sweeck für starken Auftritt mit Platz 2 belohnt
Am Ende spürte der Weltmeister gar noch den Atem des bärenstarken Laurens Sweeck im Nacken und ab der vorletzten Runde meldete sein Landsmann eigene Ambitionen auf den zweiten Platz an. Sweeck ließ sich nicht mehr abschütteln und bezwang Wout van Aert, den Vorjahressieger, tatsächlich auf der Zielgeraden. Da hatte Mathieu van der Poel seinen fünften Weltcup-Erfolg in dieser Saison bereits in der Tasche und seinen Weltcup-Punktestand auf 535 ausgebaut. 2015 hatte er in Heusden-Zolder erstmals das Elite-Rennen gewonnen, 2013 das U23-Rennen, 2012 und 2011 jeweils das Junioren-Rennen - eine steile Karriere. Tagesvierter wurde Lars van der Haar (Telenet-Fidea), der Sieger von 2014 und 2013, vor Daan Soete, Corné van Kessel (beide ebenfalls Telenet), Tim Merlier (Crelan-Charles) und Toon Aerts (Telenet). Der deutsche Meister Marcel Meisen (Steylaerts-Betfirst) kam auf Platz 15. In der Gesamtwertung liegt Wout van Aert nun 90 Zähler hinter Van der Poel zurück; zwei Runden stehen noch aus.

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Frauen: Ganz besonderer Sieg für Cant
Bei den Frauen feierte Sanne Cant (Beobank-Corendon) ihren sage und schreibe 100. Sieg - wobei unklar ist, wie diese Zählung der belgischen Statistiker zustandekommt. Vermutlich sind darin auch Nicht-UCI-Rennen inbegriffen; so oder so handelt es sich aber um eine beeindruckende Nummer. Die Welt- und Europameisterin verwies US-Meisterin Katherine Compton um drei Sekunden auf Platz zwei. Es folgte die italienische Meisterin Eva Lechner mit 7 Sekunden Rückstand. Marianne Vos, die in Heusden-Zolder schon mehrfach gewinnen konnte, auch im letzten Jahr, bestritt ihr erstes Crossrennen diesen Winter und wurde hinter Pauline Ferrand-Prévot Fünfte. Die Schweizerin Jolanda Neff belegte Platz zehn. Sanne Cant führt in der Gesamtwertung jetzt mit nicht weniger als 113 Punkten Vorsprung.

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U23: Thomas Pidcock vorzeitig Gesamtsieger
Bei den Männern U23 bildete sich ein Spitzentrio, aus dem Weltmeister und Vorjahressieger Joris Nieuwenhuis vorzeitig zurückfiel. Eli Iserbyt (Marlux-Napoleon Games) kam als Erster auf die asphaltierte Zielgerade, wurde aber von U19-Weltmeister Thomas Pidcock (Telenet-Fidea), der in der Gruppe zuvor am wenigsten gearbeitet hatte, noch übersprintet. Wegen dieser strategischen Fahrweise wurde der junge Brite später von Europameister Iserbyt ungewöhnlich scharf kritisiert. Jedenfalls stellte Pidcock mit seinem vierten Weltcup-Sieg diese Saison vorzeitig den Gesamtweltcup sicher. Bei den Junioren zählen nämlich die besten vier Resultate aus den insgesamt sieben Rennen und Iserbyt als Sieger von Zeven könnte es, selbst er wenn Nommay und Hoogerheide für sich entscheiden würde, bestenfalls auf drei gewonnene Weltcups bringen.

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Junioren: Kopecky holt Führung von Ronhaar zurück
Im Juniorenrennen setzte Tomas Kopecky sich schon sehr früh an die Spitze und auch wenn Jarno Bellens es in der letzten Runde noch mal spannend machte, trug der tschechische U19-Meister dennoch den Sieg davon. Zugleich eroberte er die Gesamtführung vom Niederländer Pim Ronhaar, heute Siebter, zurück und distanzierte diesen um 22 Punkte. Das Podium des Tages komplettierte Niels Vandeputte. Schweizermeister Loris Rouiller, der Sieger von Namur, wurde hinter Ben Tulett Fünfter.

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