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Ivan Basso: Zwei Schritte vor und einer wieder zurück
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08.05.2007

Ivan Basso: Zwei Schritte vor und einer wieder zurück

Info: Doping-Info
Autor: Markus Zimmerli
Vote: Ivan Basso gab zu Doping vorbereitet zu haben, bestreitet aber je

Mit grossen Erwartungen haben Radsportfreunde aus der ganzen Welt die Pressekonferenz des Giro-Gewinners Ivan Basso abgewartet. Heute Mittag war es dann soweit, Basso trat in Mailand vor die Medien und bestätigte die montäglichen Meldungen, wonach der die Verstrickung zum umstrittenen Dopingarzt Eufemio Fuentes zugab.

Was dann aber raus kam, war nur ein halbes Geständnis, denn kaum jemand nimmt dem Rundfahrtenspezialisten ab, dass er all seine bisherigen Siege "sauber" erreicht hat und lediglich für die Tour de France 2006 Blutdoping vorbereiten liess. Aber genau davon wollte Ivan Basso heute den Medienleuten überzeugen. «Es ist nur versuchtes Doping. In meiner Karriere habe ich nie zu Dopingmitteln gegriffen oder Bluttransfusionen gemacht. Ich werde meine Strafe absitzen und danach in den Rennbetrieb zurückkehren.»

Immerhin, so darf man auf jeden Fall festhalten, hat der 29-jährige Italiener einen Schritt in die Richtige Richtung gemacht. Ex war aber keinesfalls, wie von ihm angekündigt, eine Kooperation mit dem CONI, sondern lediglich ein Versuch den Kopf ein bisschen aus der Schlinge ziehen zu können. Die Beweise waren, wegen dem noch fehlenden DNS Abgleich, zwar noch nicht so erdrückend wie bei Jan Ullrich, trotzdem zweifelte kaum jemand mehr an Basso's schuld.

Den Kontakt zu Eufemio Funetes gab Ivan Basso also zu, hielt sich aber über die genaue Beziehung zum spanischen Dopingarzt sehr verdeckt. «Ich handelte in einem Moment der Schwäche. Ich bin mir bewusst, dass versuchtes Doping mit einem positiven Befund gleichgesetzt wird", gab er lediglich zu Protokoll. Nicht unerwartet schweigt sich Basso auch über die mitbeteiligten Rennfahrerkollegen aus: «Mir war nichts von der Verwicklung anderer Athleten in die Affäre bekannt.»

Mit einer wirklichen Kooperation können wir im Moment also noch nicht rechnen, aber immerhin hat einer, und mit Basso gar, neben Ullrich, der wichtigste Fahrer, ein Teilgeständnis abgelegt. Die Radsportfans hoffen dadurch auf eine Initialzündung, die auch viele der anderen Radprofis umdenken lassen. Wie bei Basso, dürfte dies aber erst geschehen, wenn sie mit dem Rücken zur Wand stehen!

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