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Tines Tour Talk (19) – die Franzosen bei der Tour
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21.07.2017

Tines Tour Talk (19) – die Franzosen bei der Tour

Info: TOUR DE FRANCE 2017 (2.UWT)
Autor: Christine Kroth (Cofitine)



21.07.17

Zwei Tage vor dem Ende der Tour de France möchte ich mich noch denen widmen, die das größte Kontingent an Fahrern stellen. Sie werden noch strenger beobachtet, sie werden noch mehr bejubelt, aber auch noch mehr kritisiert.
Über Überraschungen, Erfolge und Enttäuschungen der französischen Tour-Starter.



Alle Beiträge aus Tines Tour Talk
„Tines Tour Talk“ startete im Juli 2014 als täglicher Blog und begleitet somit schon zum 4. Mal die Tour de France. In Cofis Cycling Cosmos gibt es auch zwischen den Frankreich-Rundfahrten in unregelmäßigen Abständen Beiträge zu aktuellen Themen.


39 Franzosen sind am 01.07. in Düsseldorf an den Start gegangen. Nur vier haben das Rennen vorzeitig beendet. Das kuriose an der Sache – alle vier waren für ein und das selbe Team ins Rennen gegangen, nämlich für die französische Equipe fdj, die aktuell ohnehin nur noch mit drei Fahrern im Rennen ist, davon zwei Franzosen.
Diese 39 Fahrer waren oder sind für insgesamt 10 Teams unterwegs. Darunter ist ein Team, Direct Energie, das nur Franzosen im Aufgebot hat. Aktuell sind auch noch alle neun im Rennen.
Fünf französische Teams bestreiten die Tour de France in diesem Jahr. Die beiden WorldTour-Teams fdj und Ag2R. Die Teams Cofidis, Direct Energie und Fortuneo-Oscaro sind mit einer Wildcard startberechtigt.
Fünf Etappen haben französische Fahrer bislang bei dieser Tour de France gewinnen können.

Einige der französischen Starter möchte ich hier etwas näher erwähnen.

Romain Bardet (Ag2R)
Der 26jährige ist DIE Hoffnung der Franzosen! Viele sind sich sicher, dass er der nächste Tour-Sieger der Gastgeber wird. Er hat die Etappe nach Peyragudes gewonnen und liegt momentan auf Platz 2 in der Gesamtwertung mit 23 Sekunden Rückstand auf den Leader Chris Froome.
Nach dem gestrigen Tag und dem noch bevorstehenden Einzelzeitfahren morgen dürfte es allerdings schwer werden, Froome noch vom Thron zu stoßen.

Warren Barguil (Team Sunweb)
Nach einer schweren Verletzung, die er sich bei der Tour de Romandie zugezogen hatte, hat sich der 25jährige Bretone zurückgekämpft und bei der Tour ins Rampenlicht gefahren. Sicherer Träger des Bergtrikots, Etappensieger am französischen Nationalfeiertag, Etappensieger am Col d‘Izoard, und durch seine angriffslustige Fahrweise erster Anwärter auf den Titel des kämpferischsten Fahrers der Tour, außerdem 9. in der Gesamtwertung – dieser junge Mann macht seinen Landsleuten Freude!

Lilian Calmejane (Direct Energie)
Nachdem er im Frühjahr äußerst erfolgreich war, war man gespannt ob der 24jährige sein Talent auch bei der Tour de France würde zeigen können. Mit einen fulminanten Etappensieg an der Station Rousses am Ende der ersten Tour-Woche und zweimaliger Auszeichnung als kämpferischster Fahrer hat er die Erwartungen jedenfalls erfüllt.

Pierre-Roger Latour (Ag2R)
Einer der wichtigsten Helfer von Bardet und einer der Publikumslieblinge. Auf den Etappen zwei und drei hat er das Trikot des besten Nachwuchsfahrers getragen und lag lange in der Gesamtwertung unter den Top 15. Doch seine Helferdienst forderten zuletzt ihren Tribut, aktuell liegt er auf Platz 25.

Elie Gesbert (Fortuneo – Oscaro)
Er ist mit 22 Jahren der jüngste Starter überhaupt bei der diesjährigen Austragung der Tour. Auf der 10. Etappe wurde er als kämpferischster Fahrer ausgezeichnet. Dieser Mann ist eine der französischen Hoffnungen für die Zukunft.

Thomas Voeckler (Direct Energie)
In zwei Tagen wird er sein Rad an den berühmten Nagel hängen. Er fährt seine 15. Tour und hat, wenn er in Paris ankommt, auch alle beendet. Allerdings lief diese Tour nicht ganz so wie erhofft, Voeckler konnte nur sehr selten seine alte Klasse aufblitzen lassen. Seinen Abgang von der Tour-Bühne hat er sich sicher etwas anders vorgestellt.

Sylvain Chavanel (Direct Energie)
Der 38jährige fährt seine 17. Tour und ist damit in der Rangliste mit Jens Voigt, Stuart O‘Grady und George Hincapie gleichgezogen. Anders als sein Teamkollege Voeckler denkt Chavanel aber noch nicht ans Aufhören. Und auch seiner aktiven Fahrweise, durch die er sich schon so manchen Erfolg sichern konnte, bleibt er treu, auf der 16. Etappe wurde er als kämpferischster Fahrer ausgezeichnet.

Arnaud Démare (fdj)
Der französische Meister war mit dem Ziel, eine Etappe zu gewinnen, in die Tour gestartet. Dieses Ziel hatte er auf der 4. Etappe in Vittel erreicht. Dazu kommen noch zwei zweite Plätze auf den Etappen 2 und 6. Danach bekam er Probleme mit der Hitze und damit auch mit dem Zeitlimit. Auf der 9. Etappe war dann Schluss! Zusammen mit drei weiteren Teamkollegen, darunter einem Landsmann, erreichte er das Ziel weit nach Kontrollschluss und musste das Rennen nach bereits einer Woche verlassen.

Die Tour neigt sich so langsam dem Ende entgegen. An Faszination hat sie nicht verloren. Und wenn ein Franzose am Sonntag in Paris auf dem Podium geehrt wird, egal für was er dann ausgezeichnet wird, dann werden die Franzosen ihn feiern. Wie alle anderen Fahrer auch!

A demain





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