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Levi Leipheimer schlägt Mitfavoriten bei erstem Schlagabtausch der Vuelta
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03.09.2008

Levi Leipheimer schlägt Mitfavoriten bei erstem Schlagabtausch der Vuelta

Info: VUELTA A ESPAÑA
Autor: Henning Witteborg
Ranking zu: Gesamtweltrangliste



Ciudad Real, 03.09.2008 - Mit dem Sieg im ersten Zeitfahren der Vuelta vor Sylvain Chavanel (Cofidis) und Manuel Quinziato (Liquigas) hat Levi Leipheimer (Astana) das Goldene Trikot des Gesamtführenden der Spanien-Rundfahrt übernommen. Der bisherige Führende Daniele Bennati fiel erwartungsgemäß weit zurück.


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Quinziato mit früher Topzeit
Auch wenn während der vergangenen Tagen stets höchste Aufmerksamkeit von den Gesamtfavoriten gefordert war, wurde es erst auf der heutigen fünften Etappe richtig ernst für die Spitzenfahrer, auf die ein 42,5 Kilometer langes Zeitfahren rund um Ciudad Real wartete. Eine erste Standortbestimmt stand also an, doch bevor die Rundfahrtsspezialistenden Kurs unter die Räder nahmen, hatte der Italiener Manuel Quinziato vom Team Liquigas als 40. von der Rampe gerollter Fahrer früh eine sehr starke Zeit auf die Strecke gezaubert und bei den Zwischenzeiten nach 11 und 28 Kilometern Bestmarken gesetzt, die sogar bis zum Ende halten sollen. Die deutschen Hoffnungsträger Stefan Schumacher (Gerolsteiner) und Andreas Klöden (Astana), die gestern in der Schlussphase durch Stürze jeglicher Chancen auf eine Übernahme des Goldenen Trikots beraubt wurden, konnten dagegen nicht in den Kampf um den Tagessieg eingreifen und sollten am Ende des Tages die Plätze elf und zwölf belegen.

Gutes Zeitfahren von Valverde
Somit bestand die Zeit Quinziatos bis zur heißen Phase der heutigen Einzelprüfung, die vom 25. des Gesamtklassements, Levi Leipheimer von Astana, eröffnet wurde. Der Amerikaner lag von den Topfahrern, wenn auch bei den geringen Abständen kaum merklich, am schlechtesten platziert und setzte nun zum großen Schlag vor allem gegen die spanische Konkurrenz an. Der Astana-Profi begann zwar recht verhalten, steigerte sich bis zum Ziel jedoch enorm, was eine Übernahme der Spitzenposition mit über einer halben Minute Vorsprung vor dem bisher führenden Italiener bedeutete. Nur wenige Minuten nach ihm hatten mit seinem Teamkollegen Alberto Contador und Carlos Sastre von CSC-Saxo Bank zwei GT-Sieger dieses Jahres das Rennen aufgenommen, doch am heutigen Tag konnten sie Leipheimer nicht das Wasser reichen. Der Giro-Sieger Contador verlor als Vierter 49 Sekunden und Sastre als 15. gar anderthalb Minuten, was nicht nur Leipheimers Chancen auf den Tagessieg erhöhte, sondern auch auf eine Übernahme des Goldenen Trikots. Bevor jedoch die besten zehn Fahrer des Gesamtklassements die Startrampe verließen, startete der französische Zeitfahrmeister Sylvain Chavanel (Cofidis), dem nicht viele eine Topplatzierung zutrauten, doch der Tour-Etappensieger strafte alle Skeptiker Lügen und wählte eine ähnliche Renneinteilung wie Leipheimer, was auch fast zum Überraschungscoup gereicht hätte. Im Ziel fehlten ihm lediglich zwölf Sekunden zur Übernahme der Bestzeit, was gleichzeitig auch bedeutete, dass sein Vorsprung von zehn Sekunden auf Leipheimer aufgebraucht und die Chance auf das Führungstrikot vergeben war.

Als drittletzter Fahrer nahm mit Alejandro Valverde der letzte große Favorit die 42,5 Kilometer in Angriff und nach 11 Kilometern hatte es sogar den Anschein, als könnte er den im Zeitfahren besser eingeschätzten Konkurrenten eine Niederlage zufügen, denn mit elf Sekunden Rückstand auf die immer noch von Quinziato gehaltene Bestzeit war er besser als alle anderen Kapitäne platziert. Offenbar hatte der Caisse-Profi jedoch zu schnell begonnen und büßte im weiteren Verlauf wieder ein, was letztlich eine Endplatzierung zehn Sekunden hinter Contador auf Platz fünf bedeutete.

Nach Valverde hatten nur noch Tom Boonen (Quick Step) und Daniele Bennati (Liquigas) als die beiden Besten der Gesamtwertung auf ihren Start gewartet, doch so wirklich traute kaum jemand einem der beiden zu diese Position zu halten. Bennati tat dies selbst offensichtlich auch nicht und fuhr ein lockeres Rennen um für die kommenden Sprints ein paar Körner zu sparen. Ganz anders ging Boonen in das Zeitfahren und präsentierte sich mit einer bemerkenswerten Leistung vorzüglich. Bei der ersten Zwischenzeit nach 11 Kilmetern hatte er auf Rang vier gelegen, nahm dann aber etwas raus und wurde bei Kilometer 28 nur als 18. klassiert. Zum Ende hin mobiliserte der Belgier nochmal alle Kräfte und kam nur drei Sekunden hinter Klöden und sechs Sekunden hinter Schumacher auf Platz 13, der ihm immerhin drei Punkte bescherte, während Bennati als 50. leer ausging, wohl aber sich noch seiner Führung in der Sonderwertung gewiss sein konnte.

Leipheimer neuer Mann in Gold
Das Goldene Trikot aber wechselte erwartungsgemäß den Besitzer und ging nun an Levi Leipheimer, vor Sylvain Chavanel, der dieses nur um zwei Sekunden verpasste. Unterdessen behielt Valverde seinen dritten Platz, den er mit einer halben Minute Rückstand bekleidet. Hinter Boonen folgt als nächster Topfahrer Alberto Contador auf dem fünften Rang mit 0:47min Rückstand zu Leipheimer und mit 0:17min Rückstand zu Valverde. Carlos Sastre ist als Siebter und 1:27min Abstand zum Mann in Gold zwar noch in Reichweite, gleichzeitig aber auch in Zugzwang.

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Levi Leipheimer darf sich nach seinem Zeitfahrsieg das Goldene Trikot der Vuelta überziehen (Foto: www.lavuelta.com)
Levi Leipheimer darf sich nach seinem Zeitfahrsieg das Goldene Trikot der Vuelta überziehen (Foto: www.lavuelta.com)

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