<< älterer Bericht  | zurück zur News |  neuerer Bericht >>
Start > Vuelta a España
Weylandt ersetzt Boonen auf Etappe 17 perfekt
Suchen <font size=2>Vuelta a España</font> Forum  <font size=2>Vuelta a España</font> Forum  <font size=2>Vuelta a España</font>
17.09.2008

Weylandt ersetzt Boonen auf Etappe 17 perfekt

Info: VUELTA A ESPAÑA
Autor: Henning Witteborg
Ranking zu: Gesamtweltrangliste



Valladolid, 17.09.2008 - Der Belgier Wouter Weylandt vom Team Quick Step konnte auf der 17. Etappe der Vuelta a Espana die ihm gewährten Freiheiten nutzen und im Massensprint den insgesamt fünften Tageserfolg für sein Team holen. Zweiter wurde Matti Breschel (CSC-Saxo Bank), vor Alexandre Usov (Ag2r).


Alle Etappenberichte zum Durchklicken:
1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21


Spanisches Duo auf aussichtsloser Flucht
Zum zweiten Mal in Folge stand bei der 65. Spanienrundfahrt eine Flachetappe auf dem Programm, denn auf dem Abschnitt zwischen Zamorra und Valladolid über 148,2 Kilometer gab es lediglich ein paar kleinere Wellen zu absolvieren, sodass ein erneuter Massensprint von Beginn an unausweichlich schien. Bei erneut sonnigem Wetter waren es zunächst José Martinez von Andalucia-Cajasur und Dimitri Champion von Bouygues Telecom, die versuchten eine Flucht zu initiieren und damit den scheinbar übermächtigen Sprinterteams zu trotzen. Nachdem dieses Duo allerdings glücklos blieb, machte sich nach 12 Kilometern Pedro Horrillo von Rabobank und mit José Ruiz Sanchez erneut ein Fahrer vom per Wild-Card eingeladenen Team Andalucia-Cajasur auf eine Attacke zu wagen, welche nun eine größere Wirkung entfaltete. Innerhalb von 20 Kilometern konnte diese für die Gesamtfavoriten so wie Sprintern ungefährliche Gruppe über sieben Minuten zwischen sich und das Peloton legen. Zwischenzeitlich hatte sich Lampre-Profi Enrico Franzoi auf die Verfolgung begeben, doch nach wenigen Kilometern erkannte er die Aussichtslosigkeit seines Unternehmens und ließ sich wieder zurückfallen.

Unterdessen mussten auch die beiden Spanier an der Spitze feststellen, dass ihre Chancen am heutigen Tag wohl nicht besonders hoch sein würden durchzukommen, denn nach 90 Kilometern und somit knapp 60 vor dem Ziel hatten die Sprintermannschaften den Vorsprung wieder auf ungefährliche fünf Minuten gedrückt. Die Stadt Valladolid mit der ersten und gleichzeitig einzigen Zielpassage vor dem Ende, welche zudem einen Zwischensprint darstellte, erreichten Horrillo und Ruiz aber noch vor dem Feld. Hinter Sanchez und seinem Begleiter sicherte sich vier Minuten später Greg Van Avermaet den noch einen zu vergebenen Punkt und reduzierte seinen Rückstand in der Punktewertung weiter. Auch siebeneinhalb Kilometer später beim zweiten und letzten Sprint konnte der Belgier von Silence-Lotto weiter an der Reduzierung seines Rückstandes arbeiten und wies damit vor dem Ende nur noch acht Punkte Rückstand auf.

Spannende Schlussphase mit fünften Quick Step-Sieg
In der Folgezeit machten die Mannschaften der Sprinter, allen voran Euskaltel-Euskadi für Koldo Fernandez, weiter das Tempo, doch 18 Kilometer vor dem Ende kam es durch Seitenwind zu einer Splitterung des Feldes, der auch Tom Boonen und Erik Zabel zum Opfer zu fallen drohten. Umgehend sah nun neben Silence-Lotto und Euskaltel auch Caisse d’Epargne für Alejandro Valverde eine realistische Chance auf den Tagessieg und forcierte vorne das Tempo. Allerdings war man sich auch in der abgesprengten Gruppe einig und schaffte schließlich wieder den Zusammenschluss. Neben Boonen, der keine Kraft mehr aufwendete um noch in den Sprint einzugreifen, konnte auch Zabel keinen Vorteil aus der wieder normalisierten Situation ziehen, denn ein Schaden nahm im wenige Kilometer vor dem Ende die Möglichkeit in den Sprint einzugreifen. Im Gegensatz zum Team Milram konnte Quick Step aber mit Wouter Weylandt einen Ersatz in Szene setzen, der nun den fünften Tageserfolg für die belgische Mannschaft holen sollte. Drei Kilometer vor dem Ende hat zwar noch Emanuele Erviti von Caisse d’Epargne einen Angriff gewagt, doch trotz des zum Schluss hektischen Rennverlaufs ließen sich die Favoritenmannschaften nicht mehr die Chance auf einen Massenspurt nehmen.

Diesen nutzte dann Wouter Weylandt um sich aus dem Schatten seines berühmten Landsmannes Tom Boonen heraus zu katapultieren, indem er den Sprint vor dem Dänen Matti Breschel (CSC-Saxo Bank) und dem Weisrussen Alexandre Usov (Ag2r-La Mondiale) gewann. Der ambitionierte Baske Koldo Fernandez landete nur auf Platz vier, einen Rang vor Gerolsteiner-Profi Heinrich Haussler. Sechster wurde schließlich Van Avermaet, der sich damit zehn weitere Punkte gutschreiben ließ und um zwei Punkte an Contador vorbeizog. Der Spanier vom Team Astana behielt unterdessen aber weiterhin ungefährdet seine Spitzenpositionen im Gesamtklassement und der Kombinationswertung.

-> Zum Resultat





Wouter Weylandt nutzte seine Gelegenheit auf der 17. Etappe der Vuelta 2008 und durfte am Ende auf dem Podium feiern (Foto: www.lavuelta.com)
Wouter Weylandt nutzte seine Gelegenheit auf der 17. Etappe der Vuelta 2008 und durfte am Ende auf dem Podium feiern (Foto: www.lavuelta.com)

Zum Seitenanfang von für Weylandt ersetzt Boonen auf Etappe 17 perfekt



Radsportnews auf Twitter - Radsport, Cycling, Radrennen live