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Business as usual: Alberto Contador gewinnt weitere Bergankunft bei der Vuelta
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14.09.2008

Business as usual: Alberto Contador gewinnt weitere Bergankunft bei der Vuelta

Info: VUELTA A ESPAÑA
Autor: Felix Griep (Werfel)
Ranking zu: Gesamtweltrangliste



E. E. Fuentes de Invierno, 14.09.2008 - Alberto Contador (Astana) hat auch die zweite Bergankunft dieses Vuelta-Wochenendes auf der 14. Etappe gewonnen und damit seine Gesamtführung weiter gefestigt. Der Spanier siegte wenige Sekunden vor seinem Teamkollegen Levi Leipheimer und Ezequiel Mosquera (Xacobeo Galicia). Gesamt trennen die beiden Astana-Fahrer nun 1:17 Minute, der Dritte Carlos Sastre (Team CSC) fiel auf 3:41 Minuten Rückstand zurück. Der Schweizer Oliver Zaugg (Gerolsteiner) verteidigte mit einer abermals guten Leistung seinen Platz unter den Top10.


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Achterbahnfahrt zum Etappenbeginn
Die ersten 35 Kilometer der insgesamt 158,4 Kilometer langen Etappe waren gespickt mit drei Anstiegen der 3. Kategorie und sorgten für einen schnellen und aktionsreichen Rennbeginn. Diesen erlebten José Antonio Lopez (Andalucia Cajasur) und Davide Rebellin (Gerolsteiner), der zuvor Neunter der Gesamtwertung war, nicht mehr mit, beide traten nicht zur Etappe an. Den ersten Anstieg erreichte das Feld noch geschlossen und David Moncoutié (Cofidis) konnte sechs weitere Punkte für die Festigung seines Bergtrikots sammeln.

In der Abfahrt zum zweiten Anstieg hin konnten sich dann Damiano Cunego (Lampre), Sylvain Chavanel (Cofidis), Martin Velits (Team Milram), Xavier Florencio (Bouygues Telecom), Vasil Kiryienka (Tinkoff) und Iban Mayoz (Xacobeo Galicia) absetzen. Chavanel fuhr an der Bergwertung als Erster über die Linie. In der Folge schlossen mit Jurgen Van Goolen (Team CSC), David Arroyo (Caisse d’Epargne), David Garcia (Xacobeo Galicia), Dmitry Kozontchuk (Rabobank) und Iñigo Landaluze (Euskaltel) weitere Fahrer nach vorne auf, womit sich die elfköpfige Ausreißergruppe des Tages gefunden hatte. Da mit Van Goolen der Beste in der Gesamtwertung aber nur 11:42 zurück lag, ließ Caisse d’Epargnes die Gruppe nie weit weg, ihr Maximalvorsprung lag bei ca. vier Minuten.

Wie schon am zweiten Anstieg holte sich auch am dritten Sylvain Chavanel den Sieg, damit seine Begleiter in der Bergwertung möglichst wenig Punkte auf seinen Teamkollegen Moncoutié aufholen konnten. Dies tat Chavanel auch erfolgreich bei den beiden Kategorie-1-Anstiegen gegen Mitte der Etappe. In der schwierigen Abfahrt vom Alto de la Colladiella teilte sich die Spitzengruppe kurzzeitig, fand aber wieder zusammen. 30 Kilometer vor dem Tagesziel attackierte Chavanel dann in leicht ansteigendem Terrain und setzte sich mit Van Goolen, Velits und Mayoz ab. Im Schlussanstieg zum Puerto de San Isidro wurden alle Ausreißer nach und nach vom Feld eingeholt, zuletzt ereilte dieses Schicksal Jurgen Van Goolen sechs Kilometer vor dem Ziel.

Astana dominiert erneut nach Belieben
Zu diesem Zeitpunkt war die Favoritengruppe schon stark ausgedünnt, umfasste noch etwa 20 Fahrer. Nach einigen erfolglosen Vorstößen von unter anderem Juan Manuel Garate (Quick Step) nahm Ezequiel Mosquera (Xacobeo Galicia) das Heft in die Hand. Dem Tempo des Gesamtvierten konnte nur noch das Astana-Duo Alberto Contador und Levi Leipheimer folgen. Dahinter kämpfte Carlos Sastre um die Verteidigung seiner Podiumsposition und Alejandro Valverde gegen einen weiteren Einbruch. Kurz vor dem Gipfel des Berges zeigte Contador mit einem schnellen Antritt, dass er keine Geschenke verteilt. Auf den letzten 700 flachen Meter bis ins Ziel ließ er sich seinen zweiten Bergetappensieg an diesem Vuelta-Wochenende nicht nehmen. Zwei Sekunden nach ihm überquerte Levi Leipheimer als Zweiter die Linie und machte den Doppelerfolg für das dominierende Team dieser Rundfahrt perfekt. Ezequiel Mosquera blieb nach dem Großteil der Führungsarbeit im Anstieg Rang drei, vier Sekunden hinter dem Sieger.

Die nächste Gruppe mit Robert Gesink (Rabobank), David Moncoutié (Cofidis) und Carlos Sastre erreichte mit 20 Sekunden Rückstand das Ziel. Als die Uhr eine Minute anzeigte beendeten Marzio Bruseghin, der erneut starke Schweizer Oliver Zaugg (Gerolsteiner), Joaquin Rodriguez (Caisse d’Epargne), John Gadret (Agsr La Mondiale) und Alejandro Valverde (Caisse d’Epargne) das Rennen. Als bester Deutscher erreichte heute Andreas Klöden (Astana) das Ziel, 3:10 nach seinem siegreichen Chef auf Platz 26.

Astana-Doppelsieg in der Gesamtwertung kaum noch zu verhindern
Ohne eine Schwäche zu zeigen haben die Astana-Topfahrer das schwere Wochenende hinter sich gebracht. Contador liegt nun 1:17 vor Leipheimer und sollte sich in seiner jetzigen Form den Gesamtsieg auch nicht mehr nehmen lassen. Zumal der nächstbeste Konkurrent, weiterhin Carlos Sastre, nun schon 3:41 Minuten zurück liegt. Der Toursieger muss eher darauf achten, seinen Platz auf dem Podium gegen Ezequiel Mosquera zu verteidigen, der den Rückstand auf Sastre um 24 auf nun noch 54 Sekunden verringerte. Oliver Zaugg hat mit insgesamt 10:01 Minuten Rückstand auf Contador Rang zehn verteidigt. Dem Schweizer sitzen mit 35 bzw. 55 Sekunden Rückstand noch Daniel Moreno (Caisse d’Epargne und Marzio Bruseghin im Nacken, danach folgt auf Platz 13 erst mit mehr als sechs Minuten Abstand Van Goolen.

Mit seinem zweiten Etappensieg übernahm Contador nun auch die Führung der Punktewertung vom Sprinter Greg van Avermaet (Silence-Lotto), der jetzt punktgleich mit Alejandro Valverde elf Zähler zurück liegt. Auch in der Bergwertung konnte Contador sich verbessern, da allerdings nur auf Platz zwei, 43 Punkte hinter David Moncoutié, der mit starker Fahrweise sein Bergtrikot bisher souverän verteidigt hat.

-> Zum Resultat

Die nächsten Tage der Vuelta werden nun wieder etwas flacher. In der ersten Hälfte der morgigen 15. Etappe über 202 Kilometer steht allerdings nochmal ein Berg der Kategorie 1 mit 1300 Höhenmeter nauf dem Plan. Je ein weiterer Anstieg der 2. und 3. Kategorie sowie ein unkategorisierter zehn Kilometer vor dem Ziel könnten Ausreißern hilfreich sein.





Alberto Contador konnte auch auf der zweiten Bergankunft des Wochenendes niemand schlagen (Foto: www.lavuelta.com)
Alberto Contador konnte auch auf der zweiten Bergankunft des Wochenendes niemand schlagen (Foto: www.lavuelta.com)

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